MULTILINGUAL GRAZ
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SPRACHVERWENDUNGSPROFILE

Christine, 37:

Griechisch / Deutsch

Christine lebt seit ihrer Geburt in Österreich. Im Alter von sieben Jahren hat sie ein Jahr in Griechenland verbracht und dort die 2. Klasse Volksschule besucht. In ihrer Kindheit war sie über die Sommermonate immer in Griechenland, heute ist sie nur noch 2 Wochen im Jahr dort. Dimotikí beherrscht sie mündlich, schriftlich nur eingeschränkt, weil die Schulausbildung in Griechenland fehlt. Katharévousa beherrscht Christine passiv, da sie im Gymnasium in Österreich auch Altgriechisch gelernt hat. Dokumente (wie etwa ihr Taufschein und die Schulzeugnisse aus Griechenland) sind in Katharévousa verfasst. Da sie sich nicht in griechischen Kirchen und Ämtern aufhält, hat sie auch keinen Bedarf, diese Varietät zu sprechen. Als sie für ein Jahr die griechische Volksschule besuchte, wurde dort auf Dimotikí gelehrt.

Sprachverwendung

GESPRÄCHSSITUATION
SPRACHE
 
mit den Eltern: Deutsch, Griechisch
mit den Geschwistern: Deutsch, Griechisch
mit den eigenen Kindern:
mit dem/der PartnerIn: Deutsch
mit den Großeltern, Onkeln und Tanten: Deutsch, Griechisch
mit den Enkeln:
mit Freunden/-innen: Deutsch, Griechisch
mit entfernten Verwandten: Griechisch
mit Bekannten: Deutsch, Griechisch
mit Babys und Kindern: Deutsch, Griechisch
mit Hunden, Katzen, etc.:
mit Kollegen/-innen (Arbeit, Schule): Deutsch  
mit Verkäufern/-innen, Kellnern/-innen, etc.: Deutsch, Griechisch
mit Ärztin/Arzt: Deutsch
mit Priestern/-innen: Deutsch
mit Vorgesetzten: Deutsch
auf Ämtern: Deutsch
mit Funktionsträgern/-innen: Deutsch
SPEZIELLE TÄTIGKEITEN
SPRACHE
beten:
fluchen: Deutsch, Griechisch
träumen: Deutsch, Griechisch
singen:
Musik hören: Griechisch, Andere
zählen und rechnen: Deutsch
lesen: Deutsch, Griechisch
Notizen schreiben: Deutsch, Griechisch
Briefe, E-Mails, etc.: Deutsch
Internet: Deutsch, Griechisch, Englisch
File, Fernsehen, Theater, etc.:

Die Profile basieren auf Interviews, die von Studierenden der Universität Graz im Rahmen der Proseminare Minderheitensprachen, WS 2009/10, Empirisches Arbeiten, WS 2010/11 und Sprache im Soziokulturellen Kontext, SS 2011 geführt wurden. Alle Angaben, auch die Namen der Sprachen, stammen von den Interviewten.

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